Wer bist du?

Eine Geschichte, die mir gerade begegnet ist und die ich gerne teilen möchte.

Diese Geschichte erinnert mich an eine Begegnung die ich vor rund 20 Jahren in Indien hatte. Es war zwar kein Richter, Gott oder Guru (Meister) der mich das fragte, aber es brachte mich damals ins Zweifeln und ich verstand nicht, was diese Person genau von mir wissen und hören wollte. Ich hatte keine Antwort darauf.

Heute bin ich.  Auch wenn auf dem Weg zu mir, weder erleuchtet noch beinahe dran. Ich bin.  (So Vieles und Nichts)

Danke dem Schriftsteller Anthony de Mello für’s Erinnern….

Wer bist du?

Eine Frau lag im Koma. Plötzlich hatte sie das Gefühl, sie käme in den Himmel und stände vor dem Richterstuhl.
„Wer bist du?“ fragte eine Stimme.
„Ich bin die Frau des Bürgermeisters“, erwiderte sie.
„Ich habe nicht gefragt, wessen Ehefrau du bist, sondern wer du bist.“
„Ich bin die Mutter von vier Kindern“.
„Ich habe nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern wer du bist.“
„Ich bin Lehrerin.“
„Ich habe nicht nach deinem Beruf gefragt, sondern wer du bist.“
Und so ging es weiter. Alles, was sie erwiderte, schien keine befriedigende Antwort auf die Frage zu sein „Wer bist du“.
„Ich bin eine Christin.“
„Ich fragte nicht, welcher Religion du angehörst, sondern wer du bist.“
„Ich bin die, die jeden Tag in die Kirche ging und immer den Armen und Hilfsbedürftigen half.“
„Ich fragte nicht, was du tatest, sondern wer du bist.“
Offensichtlich bestand sie die Prüfung nicht, denn sie wurde zurück auf die Erde geschickt. Als sie wieder gesund war, beschloss sie, herauszufinden, wer sie war. Und darin lag der ganze Unterschied.

Die Moral der Geschichte: „Deine Pflicht ist es, zu sein. Nicht irgend jemand, nicht ein Niemand – denn darin liegt Habgier und Ehrgeiz -, nicht dies oder jenes zu sein – und dadurch abhängig zu werden- , sondern einfach zu sein.

So einfach und so schwierig.

Fällt es dir auch auf, dass wenn du jemanden Neues kennenlernst, einer der ersten Fragen jeweils ist, was er oder sie beruflich tut? Verheiratet ist oder Kinder hat?
Brauchen wir das um uns ein Bild zu machen welches jedoch „nur“ unseres ist?
Macht es uns „sicherer“ wenn wir wissen was das Gegenüber für einen Beruf ausübt?
Brauchen wir „das Schubladisieren“ weil wir nichts anderes kennen?

Was sind wir ohne all das?

Einen sinnfragenden Gedankengruss zu dir in die Welt

Herzlich M.

 

 

 

 

 

 

 

https://maryoga.wordpress.com/

Eine Antwort to “Wer bist du?”

  1. Jürgen Mock Says:

    Solange du nach dem Glück jagst, bist du nicht reif zum Glücklichsein.
    Hermann Hesse

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