Archiv für November, 2015

Pictures of the day

Posted in Impressionen on November 30, 2015 by maryoga

Ockie

Ein „Samichlausengelskind“ vor dem Putzmaterialgestell inkl. Kleenex und WC Papier…..

Ockie1

Wir basteln gerade an unserem Adventskranz und dabei haben wir die Weihnachtsdeko herausgeholt.

Als Ockie die ganzen Sachen sah, musste sie gleich das „Weihnachtskind“ spielen.
Somit wünsche ich euch einen schönen ersten Advent aus der Hitze

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Ausflug nach So(w)rong

Posted in Impressionen, Inseltagebuch on November 21, 2015 by maryoga

Diese Wochen fuhren Maya, Rainer und ich gemeinsam nach Sorong. Dies ist die „Hauptstadt“ und Ankunftsort wenn man nach Raja Ampat will. (Das Festland, eben Sorong, ist rund 115km von der Insel Pef entfernt.) Ich glaube, es war das erste Mal seit Oktober 2014, dass wir alle drei gemeinsam in Sorong waren. Rainer und ich mussten zur Immigration um unser Visum für weitere  Monate zu verlängern. Einmal mehr warteten wir Stunden darauf, bis wir dann endlich Bilder, Fingerabdrücke und Unterschriften hinterlegen durften. Es wäre schneller gegangen, wenn wir extra dafür bezahlt hätten, (Korruption lässt grüssen) doch wir hatte ja Zeit 😉  Da wir dieses Prozedere schon früher machen durften wussten wir, dass es nicht einfach so in einer halben Stunde erledigt sein wird. Wenn die Einstellung stimmt, dann ist es halb so schlimm….

Logistic

Die beiden liebsten und vertrautesten Seelen für mich hier auf der Insel, ein neues Lieblingsbild. Cool vor allem der Hintergrund mit den leeren Benzinfässern…..

So waren wir zwei Tage in Sorong, ohne Gästebetreuung. Doch es gab einiges zu tun. Nach dem Behördenbesuch gings direkt zum Shoppen und zwischendurch noch ins Spital zum Babybesuch. Die Frau unseres Buchhalters hatte am frühen Morgen einen hübschen kleinen Jungen geboren und es war ein „Jöööömoment“ als wir den Kleinen sahen. Rainer vergnügte sich in der Zwischenzeit mit dem Einkauf von elektronischem und technischem Kleinkrams und anderen „Spielsachen“ zum Basteln. Bis zur letzten Minute düsten wir mit dem Bemo (unser privates Fortbewegungsmittel) von Shop zu Shop um noch einzukaufen….Zweimal gabs Burger von KFC und als Dessert White Magnum.
Was für ein kulinarischer Abstieg und doch ein Genuss….

Logistic1Und dann waren wir auch schon wieder auf dem Weg zurück auf die Insel, voll beladen mit neuen Gütern……Auch Staff der in den Ferien war wurde unterwegs noch „aufgesammelt“….

Logistic2Aussicht vom Bootinnern nach Aussen…..

Logistic4Lange stand ich auch draussen und liess die Inseln um uns herum vorbeiziehen. Wir sahen mehrere Delfinschulen und auch Pilotwale sind uns unterwegs begegnet. Ich zog die Bilder in mich ein und hatte einmal mehr Glücksmomente in diesem Frieden. Wenn ich dann einmal nicht mehr hier bin, werde ich dies vermissen.

Logistic3 Der Luxus zu reisen, Matratzen ausgelegt zum Schlafen
oder einfach sein. Da die Fahrt je nach Wind und Welle (und auch Strömung) zwischen 3.5h – 4.5h dauert, ist es angenehm nicht nur sitzen zu müssen sondern auch immer wieder ein Nickcherchen machen zu können.

Logistic5Blick nach hinten, von oben bis unten voller Material……

logistic6
Nun sind wir wieder zurück auf der Insel, weiter mit Fullhouse und zufriedenen Gästen. Ich hoffe ihr seit es auch, zufrieden und gesund.

Auf ein schönes Wochenende,
sende heisse Grüsse aus der Wärme
M.

Asli Diving

Posted in Impressionen, Inseltagebuch on November 9, 2015 by maryoga

Wenn es zu heiss wird an unserm freien Tag und wir uns nicht mehr im Bungalow aufhalten mögen, ist das „Asli Diving“ (Asli übersetzt Original) unsere neue Art tauchen zu gehen. Ohne Anzug und ohne BCD (Buoyancy Control Device oder auf Deutsch auch Tarierweste) . Für uns die beste Methode sich in einer Stunde etwas runterzukühlen, Kalorien zu verbrennen und erst noch das Hausriff immer wieder neu zu entdecken. Diesmal nahmen wir auch Resu mit, der sich der Sache zuerst nicht sicher war 🙂  Da kein BCD dabei und auch kein Anzug der Auftrieb gibt, braucht es fast oder gar kein Blei. Die Tarierung Unterwasser findet dann nur mit der Atmung statt.

asli4Mann nehme eine Tauchflasche, hängt den Regler dran und macht sich auf den Weg

asli3Resu eher noch skeptisch und schaut mal dem „Instruktor“ zu…

asli1…und ich freue mich abzutauchen, im Lycrashirt und Badehosen, sonst nichts, schön erfrischend bei 29 Grad

asli2Testblick wie das so geht mit der Flasche zwischen den Beinen…

asli….und runter gehts, ohne grosse Materialschlacht

Wieder einmal Inseltagebuch – Aufstehen

Posted in Inseltagebuch on November 8, 2015 by maryoga

Früher habe ich ab und zu ein Inseltagebuch geführt mit der Erzählung eines Arbeitsalltages und dies möchte ich wieder tun um euch auf die Insel mitzunehmen.

Maya war nun drei Wochen weg und somit war es wieder meine Aufgabe das Leben hier auf der Insel „im Gesamten im Griff“ zu haben. Natürlich geht das nur, wenn alle im Team mithelfen und anpacken. Das Gute ist, dass ich nicht alleine als „Weissnase“ hier bin, sondern eben auch die Unterstützung von anderen habe.

Ohne Marcel, Reni, Rainer und vorallem Ockie (meiner Assistentin) und ganz neu dabei auch Resu (der Neffe von Maya) wäre es intensiver, da jede/r von uns auch ihr/sein Aufgabenfeld hat und Verantwortung mitträgt. So ist es wie überall ein Geben und Nehmen und nur mit Zusammenarbeit möglich unseren Gästen ein- oder mehrmalige Erlebnisse Über- wie auch Unterwasser zu ermöglichen. Was ich seit Jahren dem Staff vermittle (oder zumindest versuche) ist, dass wir ohne sie nicht können und sie nicht ohne uns und wir alle ein Team sind. Tönt ganz einfach oder?

Ein normaler Arbeitstag beginnt gewöhnlich um sieben mit dem Wecker und meistens braucht es den gar nicht, weil wir durch die Boote geweckt werden, die vor unserem Bungi vorbeidüsen. Die Boatscrew und die Diveguides stehen vor uns auf und ihr Aufgabe ist es die Tauchausrüstung der Gäste bereits parat zu machen. So, dass wenn es um 08.30 Uhr zum Tauchen geht alles bereits „ready“ ist. Da die Boote bereits am Abend zuvor betankt werden, müssen die Jungs nicht noch früher aufstehen. Die Person die als erstes wach ist, ist meistens Om Jen (Onkel Jen), der um fünf den Generator startet, so  dass wir Strom auf der Insel haben und somit auch die Küchencrew nicht im Dunkeln kochen muss.

Um halb acht gibt es dann für die Gäste wie auch für die Angestellten Frühstück. Die Gäste essen vom Buffet mit Butter, Konfi, Nutella, frischem Brot, Käse, Früchte, Joghurt, Müesli oder Cornflakes und wer will Pancakes oder Eierspeisen. Der Staff isst Reis, Fisch, Eier oder Gemüse, auf jeden Fall muss es Reis sein.

Wer um halb acht noch nicht wach ist, ist es spätestens dann. Denn der „Gong“ zum Essen ertönt durchs ganze Resort. Mit einem Holzhammer schlägt jemand vom Küchenteam auf einen leeren Gastank und dies mindestens 5 mal. Dies ist das einzige Mittel was hilft, damit es alle auf der Insel hören. Ich kenne von anderen Resorts auch andere „Gongarten“, doch diese hier gehört zur Insel Pef. Die Alternative auf ein grosses, selbsthergestelltes Holzseepferdchen zu schlagen ist misslungen, da der Ton zu wenig laut war, dass es alle hören konnten. Darum hat sich der leere Gastank bewährt.

Unser Luxus ist es, jeweils morgens im Bett eine Tasse Kaffee zu trinken und dies aus dem mitgebrachten Pialetti und Lavazzakafi.

Danach mache ich mich um ca. 07.45 auf die Runde, zuerst ins Office Computer anschalten, ein Guten Morgen an die, die schon da sind  und den ersten Gang ins Restaurant um auch die Gäste zu begrüssen. Meistens sind alle zufrieden am Frühstücken und manchmal kommen dann auch gleich die ersten Infos wer was wann in der Nacht erlebt hat oder nun doch nicht zum Tauchen fährt. Für mich ein nicht unwichtiger Punkt um das Erste was ansteht „abzufangen“.

Danach findet um 8 Uhr das Staffmeeting statt. Wenn Maya nicht da ist mache ich dies und sonst ist das ihr Part. Dieser Moment ist der einzige, wo wir alle zusammen sind. Es gibt eine Art Anwesenheitskontrolle ob auch alle da sind (ausser die die frei haben) und wir verlangen von allen pünkltich zu sein. (Ab und zu ist es mein Geliebter der nicht pünktlich ist und dies führt nich zu Freudensprüngen meinerseits) Nachdem erzähle ich was an diesem Tag allgemein ansteht, z.B. dass das Logistic Boot kommt und alle mithelfen sollen beim Ausladen oder aber gerade bei Ab-und Anreisetagen auch Infos zu den neuen Gästen. Die Informationen die nur die einzelnen Departements betrifft, bespreche ich dann meistens nach dem Meeting oder tagsüber mit ihnen. Wir unterteilen bei uns die Departments in Housekeeping, Küchen-Restaurantcrew, Konstrutkion, Allrounder (Gärtner), Bootscrew und Tauchguides.  Oder aber gibt es auch am Meeting „Last minute“ Änderungen vom Tauchbetrieb her und wird da noch mitgeteilt.

Dies ist jedoch auch der Moment wo wir kommunizieren, wenn wieder etwas nicht eingehalten wird was für alle gilt = „Zusammenschiss“. So kann es auch sein, dass dann die Jungs und Mädels nach dem Meeting etwas , na ja wie soll ich sagen, eingeschüchtert sind. Meistens beginnt dann der Satz von uns mit „Ma‘ af……“ und heisst übersetzt „entschuldigt“ aber das und das geht gar nicht. Die Gesichter sehen dann ganz unterschiedlich aus, doch meistens lacht keiner in diesen Minuten. Für mich sind das auch herausfordernde Augenblicke, da ich auch aufpassen sollte, dass ich die richtigen Worte auf Indonesisch benütze und auch den passenden Tonfall wähle. Auch habe ich mir schon Reden ausgedacht und aufgeschrieben und diese dann vor dem Meeting noch meiner Assistentin Ockie gezeigt, die dann meinte sorry nein, das kannst du so nicht sagen. Da bin ich jeweils froh um ihren Input. Auch wenn mein Indonesisch gut ist, ist es manchmal nicht ausreichend um ohne nachzudenken loszuschwatzen. Gut, auch in der Muttersprache ist es manchmal schwierig die richtigen Worte zu finden, gerade wenn es um „schwierigere “ Themen geht.

Bei der morgendlichen Zusammenkunft hat auch jede/r einzelne die Möglichkeit etwas zu sagen, was er/sie loswerden möchte.

Da wir ja nicht jeden Tag am „Motzen“ sind gibt es auch viele lustige Momente und es wird auch morgens früh schon gelacht. Und das Lachen der Menschen hier ist ansteckend 🙂

Was auch zum morgendlichen Meeting gehört ist die „Schweigeminute“. Meistens dauert sie zwar keine Minute, doch ist es für ein paar Sekunden still. Und dies nachdem eine Person von uns wie ein „Gebet“ gesprochen hat. Da auf der Insel Menschen verschiedenster Religionen leben, ist es jeder Person frei das zu sagen was er/sie will, es ist ein Gebet welches Religionsunabhängig ist. Diejenige Person steht dann auf, spricht was er/sie sagen möchte und dann ist es still bis der- oder diejenige es mit einem „per doha“ abschliesst. Danach wünschen wir uns alle einen guten morgen und machen uns auf in alle Richtungen der Insel…..Ich fand dies von Anfang an eine schöne Art den Tag zu starten. Es ist auch eine gute Übung für jeden einzelnen vor anderen hinzustehen und etwas zu sagen und für ein paar ein Überwindungsakt. Ich erinnere mich noch gut an die ersten Male als ich das Meeting leitete und ich danach schweissgebadet war und heute fällt es mir um einiges leichter ohne Hitzeausbrüche mehr zu haben.

Ich glaube für heute reicht es fürs Erste mit dem Inseltagebuch. Der Tag hat zwar erst gerade angefangen, doch es soll ja spannend bleiben 😉

Sonnige Grüsse aus der Hitze, einmal mehr an einem freien Sonntag – hoffe ihr geniesst ihn auch 🙂

M.

 

 

 

Das erste Mal…..seit einem Jahr

Posted in Impressionen, Inseltagebuch on November 1, 2015 by maryoga

…es ist fast nicht zu glauben aber wahr…..Vor ein paar Tagen sind R. und ich das erste Mal gemeinsam auf einen Tagesausflug mitgefahren und sind zusammen getaucht. Natürlich gehen wir immer wieder mal ins Wasser, bis jetzt jedoch nur ans Hausriff oder aber dann separat für einzelne Tauchgänge. Dies war wie ein Tag frei und hat extrem Spass gemacht. Die Tauchgänge um die Insel Fam (Pulau Penemu) sind wie alle anderen Tauchplätze in Raja Ampat sehr bunt, mit viel Fisch und wunderschöner Unterwasserlandschaft. Das Überwasserhighlight ist jeweils der Aussichtspunkt auf Fam mit der Aussicht auf die Bucht. Wir nennen es da auch „Mini Raja Ampat“. Ist wohl eines der meist fotografierten Pics.

Fam7So habe ich es auch genossen wieder einmal mit der Crew zu sein und auch die Gäste tagsüber beim Tauchen
zu erleben und eben mit dem Liebsten zu tauchen. Da wo es Strömung gab gings natürlich nicht
mit der Strömung sondern gegen, denn Frau soll ja auch etwas tun 🙂
Es hat sich gelohnt, denn so sahen wir unter anderem die Makrelen beim Jagen und die Makrelen
die gejagt wurden von den Haien etc.
Wilde Fischsuppe pur
Wow, einfach wow.

Natürlich gehört ein Foto Shooting auch dazu und die Crew ist geübt in dem und trotzdem wirkt es nie aufgesetzt.

Fam

Lya und ich, sie klein und fein und ich wie ein „Koloss“ neben ihr.
Sie ist unser neuer Schnorchelguide und sorgt auch für gute Stimmung mit den Jungs.

 

Fam1

Fam2ohne Worte oder? Charles, einer der Tauchguides, einfach zum Knuddeln

Fam3

Tulus, einer meiner „Lieblinge“ 🙂 …

Fam5…und Mahan, hat auch ein Lachen was das Herz zum Schmelzen bringt….

Fam6

für diese beiden braucht es auch keine Worte, Martin unser Gast und Rainer das Fotomodell

Fam9Oberlächenpause auf einer der unbewohnten Inseln mit Lagune

Happy Sunday in die Welt