Archiv für September, 2010

Heute ist ein spezieller Tag

Posted in Inseltagebuch on September 14, 2010 by maryoga

Warum weiss diese Person die das liest und weiss auch, dass auch im Paradies und ganz weit nicht immer die Sonne scheint.

Happy Birthday und trage Sorge zu dir.

Happy Idul Fitri

Posted in Inseltagebuch on September 10, 2010 by maryoga

Heute war der erste Tag nach Ramadan und somit kam heute fast niemand arbeiten, ausser die die eh da sind. (4 Personen) Mit viel „Bittibätti“ kam der Captain und ein Bootsjunge zur Arbeit, so dass wir immerhin tauchen gehen konnten.  Die immer noch coolen Gäste meinten auch, dass wir heute die Zimmer nicht putzen sollten und mit ungebetteten Betten würden sie sich mehr wie Zuhause fühlen 🙂

So feiern sie alle heute, morgen und weiss nicht wielange, bitten um Vergebung für all das was war und nicht hätte sein sollen und ich hoffe, dass die Arbeitsmoral auch wieder besser wird. Das mein Wunsch zum Tag. Happy Idul Fitri oder schöne Weihnachten.

Ein Wink aus meinem Alltags-Leben

Posted in Inseltagebuch on September 10, 2010 by maryoga

Als ich gestern Abend im Bett lag und mich soeben mit der letzten Serie von Royal Paint beschäftigen wollte, hörte ich ein merkwürdiges Geräusch, welches nicht so klang wie sonst. Dies war ein dauerndes wie soll ich sagen, tschtschtscht zäck! Als Nichtwissende tippte ich auf irgendwas mit der Wasserpumpe.  Zuerst dachte ich, ach die Jungs sind ja da und im selben Moment realisierte ich, dass ich ja den Jungs die Erlaubnis gab ins Dorf zu fahren über Nacht. (die sollen ja auch mal ihre Frauen sehen 😉

Weitere fünf Minuten vergingen und ich kämpfte mit mir, aufstehen, nachschauen oder einfach ignorieren. Da ignorieren nicht ging, habe ich mich fürs aufstehen und nachschauen entschieden. Doch mit nachschauen war ich dann schnell fertig, da ich vor dieser Pumpe stand und keine Ahnung hatte was denn nun genau schief lief und überhaupt wie was funktionierte. Zuerst musste ich mir klar werden, von wo das Wasser zur Pumpe lief und überhaupt wo war welche Verbindung offen und wo zu. Vielleicht noch etwas ausführlicher. Unser Hauptwasserreservoir befindet sich an dieser Stelle, mit7 grossen Süsswassertanks a 5500 Liter und einem Tank der durch Regenwasser gefüllt wird. Bevor das Wasser in diese 7 Tanks fliesst, wird es durch die Salzwasseranlage gepumpt und entsalzen, danach fliesst das Wasser in diese Tanks rein.  D.h. jenste Röhren die von da nach da und wieder weiter führen.

Es war dunkel, natürlich hatte ich keine Taschenlampe dabei und versuchte mit dem Handy irgendetwas wie einen Lichtschalter zu entdecken. Wenn ich mich heute da stehen sehe muss ich lachen. Nun ja, nun weiss ich auch, wo das Kabel und die Steckdose ist um Licht zu kriegen und ich weiss noch mehr, wieder eine Lektion gelernt.

Also Johanes gesucht, Rainer angerufen und mal versucht zu erfragen, was ich denn jetzt tun könnte. Rainer meinte dann, ja also entweder hat es irgendwo ein Leck in einer der Wasserleitungen irgendwo auf der Insel, der Wassertank ist leer oder die Pumpe ist kaputt. Aha, gut und nun? Ja so genau kann ich dir auch nicht sagen, mach mal. Frag doch einfach Darno. Hm, ja der ist nicht da und sonst weiss keiner Bescheid. Gut gemacht, dachte ich, der darf nie wieder nach Hause. Da dies jedoch auch kein Lösungsansatz war und dann auch Yohanes mit Taschenlampe mit mir bei den Tanks stand, stellte ich halt dann mal ein paar Fragen. So von wegen wie funktioniert das ganze überhaupt und hast du eine Ahnung? Nö, nicht wirklich, doch Boss, das kriegen wir schon hin. Habe schon mal Bescheid gesagt, dass wir in den Bungalows nachschauen ob irgendwo ein Leck ist. Ok, dann sind wir zu viert um die Bungalows geschlichen, konnten jedoch nichts entdecken. Nun gut, ich mache nun kurz, wir hatten keine Ahnung wo das Problem war, doch die Pumpe machte immer in kürzeren Abständen tschshschsch zäck. Mein Entscheid war dann rasch gefasst, Pumpe abstellen und Wasserzufuhr stoppen.

Also machte ich mich auf den Weg die Gäste im Restaurant zu informieren, dass wir da ein kleines Problem hätten. Auf dem Weg ins Restaurant, mit den Gedanken schon am Überlegen was ich denn genau sagen sollte,  stolperte ich beinahe über eine Schlange. Ein kurzer Schrei und die Gäste wussten, dass ich im Anmarsch bin. Dann hiess es zuerst  Schlange schauen und da konnte ich dann während Schlangenbesichtigung die News verkünden. Sie meinten jedoch ganz cool, wenns sonst nix ist, kein Problem. Die Gäste erhielten Wasserbecken im Zimmer um die Toiletten zu spülen und auch der restliche Staff musste natürlich auch noch versorgt werden. Die letzten Minuten der Wasseraktion war nur noch ein tschtschtsch zäck und ich wusste, jetzt reichts. Minuten später, Wasserpumpe aus, Licht aus und zurück ins Bungalow. Dann dachte ich gut gemacht und war froh hatte ich reagiert, denn wenn nicht hätte das andere Folgen haben können! Jedoch hatte ich etwas vergessen, nämlich an mich zu denken. Zähneputzen und spülen mit Diet Coke, mal was anderes. Igitt. Wie es so ist, normalerweise habe ich immer eine Flasche Wasser im Zimmer, gestern halt nicht. Um Mitternacht dann im Bett und heute Morgen um sechs klopfte es an meiner Tür. Boss, Benzin ist da, kannst du mal kommen…..So begann mein Tag, doch dies ist eine neue Geschichte…..

Lieber Gruss von der Inselfee

M.

Picture of the day – Yohanis

Posted in Impressionen on September 8, 2010 by maryoga

Ohne ihn wäre ich hier aufgeschmissen. Yohanis die gute Seele. Er ist Gold wert und wohl auch der grösste Indonesier den ich kenne.

Zrug uf dr Insu

Posted in Inseltagebuch on September 7, 2010 by maryoga

Nach vier Täg Stadtläbe bini grad zrug uf dr Insu. Ä Tag speter aus erwartet wieder da, zum Glück nid wäge mire Arbeitsbewilligung. Het aues klappet, unzählegi mau Fingerabdrück, jenschti mau Föteli und immer wieder ungerschribä. Ab und zue äs paar Nötli id Händ drückt und äs het funktioniert. (D Indonesier wüsse itze sogar, dass ig uf dr linge Schulter äs Tattoo ha) Sie hei mi ufgno da, bi zur Resort Managerin ufgstigä  und ha fröid hets klappet. Itze bini definitiv offiziell, legal und mit emene nöie Dokumänt hie in Indonesie. Ä Tag speter zrug, da d Gescht geschter viu ds spät, aber schlussäntläch doch no in Tarakan si acho. So hani nomau ä Nacht im super tolle Swiss-Bell Hotel verbracht, ha TV gluegt bis spät id Nacht und has gnosse äs mega grosses Bett ds ha, ussert em Lärm vo dusse isch aues perfekt gsi. Natürläch bini tagsüber am shoppe gsi, doch Tarakan isch nid würkläch äs Shoppingparadies und het säch doch o aus eher müehsam bewiese. Hundert Gschäft, jede hets gliche und niemer het würkläch das wo me brucht. Ha ä MIGROS vermisst wos eifach aues git. Aber äbe, das isch Indonesie. Itze gits äs chauts Bier und de ab ids Huli. Morn isch ä nöie Tag und mau luege, was aues passiert isch woni nid da bi gsi.

Lady in red

Posted in Impressionen on September 3, 2010 by maryoga

Vorgestern bin ich grau angezogen über die Insel gewatschelt, gerannt oder spaziert, gestern war dann rot angesagt und heute mach ich blau zu meiner Farbe. Auch sonst würde ich heute gerne blau machen, es ist mir nicht nach Arbeit. Doch geht leider nicht, einiges steht an bevor ich dann wieder drei Tage weg sein werden…

…Denn morgen früh gehts nochmals auf Reise, kurz nach Tarakan um am Montag die letzten Formalitäten für meine Arbeitsbewilligung zu erledigen. Wieder lange Bootsfahrten und hoffentlich spielt das Wetter mit. Natürich auch wieder einkaufen was wir hier nicht kriegen und ein wenig Stadtluft schnuppern. Tarakan ist auch eine Insel, nur halt gross, mit Motorrädern, Autos und Lärm.

Picture of the day

Posted in Impressionen on September 2, 2010 by maryoga

Falls jemand einen Betonmischer braucht, es steht hier einer und kann mitgenommen werden.  Ist in einwandfreiem Zustand, nur ein wenig Rost! Natürlich muss das Ding persönlich abgeholt werden und auch für den Transport müsst ihr selber schauen. Deal or no Deal?

Liebe Grüsse von der Baustelle

PS. Und nun weiss ich auch was Stein, Nagel, Hammer, Fensterschloss und Röhre auf indonesich heissen.

Und der Ausdruck der Woche:
Orang jelek
= Orang – Mensch / jelek – schlecht, hässlich, minderwertig
= schlechte Menschen (gemeint sind damit Räuber oder Piraten oder so)